Über Wittwulf Y Malik

Wittwulf Y Malik

Nach meiner Ausbildung als Komponist und Violoncellist beschäftigte ich mich in jeweils mehrjährigen Studien- und Arbeitsphasen mit den anderen Künsten. Mein Thema richtet sich immer auf die umfassende Idee des Gesamtkunstwerkes. Als Grenzgänger und Grenzüberschreiter, möchte ich nicht Halt machen am Rand meiner zentralen Kunst, der Musik, sondern der mit der Sprache der Musik Verbindung schaffen will zu den Feldern der anderen Künste.

In meiner Vorstellung ist der moderne Mensch in innere Einzelteile zerfallen, der ganze mögliche Sinn ist in die verschiedenen Sinne aufgespalten, es ist ihm das Synthetische nicht mehr zugänglich. Da hat die Kunst und haben die Künste die Möglichkeit und Aufgabe, durch Multimedialität wieder auf das Zusammenwirkende der Sinne hinzuweisen, auf das Synästhetische.

So arbeite ich immer wieder in Projekten, die wenigstens zwei oder auch mehrere Künste zusammenführen. So stelle ich mich auch immer wieder in die Kooperation mit anderen Künstlern, mit Tänzern, Schauspielern, Regisseuren, Schriftstellern, Malern, Bildhauern, Fotografen, Filmern. Ich selber mache Projekte mit Klangskulpturen, Raum-Klang-Installationen, Raum-Klang-Performances und male meine grafischen Partituren.

Diese befinden sich auf einem schmalen, aber bedeutsamen Grat künstlerischer Äußerung, indem sie als Notenschrift, Partitur einerseits Hinweise zur Ausführung für einen Interpreten sind, andererseits ganz eindeutig die Qualität und das Leben eines Bildes haben. Diese Arbeiten sind zugleich Bild und Musik. Sie sind zuerst Bild durch ihre klare und stimmige Präsenz der Zeichen auf der Bildfläche, dann werden sie aber schon Musik im Kopf des Betrachters, indem die Bildzeichen durch ihre Rhythmik und Melodik beim Betrachten Schwingungsvorgänge auslösen und zuletzt werden diese Arbeiten reale klingende Musik, indem ein Spieler sie belebt, inkarniert durch seine Klanggestaltung.



Weitere ausführliche biografische Daten:

Fakten:

  • 1946 geboren in Hersbruck
  • 1967-72 Musikstudium in Hamburg und Detmold
  • 1972-76 Psychologiestudium in Hamburg und Zürich
  • Seitdem Arbeit als Komponist, Violoncellist, Pianist, Bildender und Performance-Künstler und mit experimentellen multimedialen grenzüberschreitenden Projekten
  • Produktionen von elektro-akustischer und computergesteuerter elektronischer Musik
  • Kooperationen mit Tänzern, Schauspielern, Filmern und Schriftstellern.

Stipendien:

  • Patriotische Gesellschaft, Hamburg, 1969
  • Studienstiftung des Deutschen Volkes, 1973
  • evangelisches Studienwerk, Villigst, 1974-76
  • Villa Serpentara, Olevano Romano (Rom), Berliner Akademie der Künste, 1981
  • Künstlerhof Schreyahn, Land Niedersachsen, 1986
  • Villa Vilhelmina, Lappland, Schweden, 1987
  • Villa Waldberta, Stadt München, 1987
  • Künstlerstätte Schloss Bleckede, Land Niedersachsen, 1994
  • Stadt Wolfsburg, 1997
  • Kompositionsstipendium der Freien und Hansestadt Hamburg, 2000
  • Neues Kunsthaus Ahrenshoop, 2002

Ausstellungen (eine Auswahl):

  • 7. documenta, Kassel , 1982
  • Hamburger Kunsthalle, 1985
  • Hamburger Kunstverein
  • Galerie Scheidemann, Hamburg
  • Galerie Hennemannn, Bonn, 1986
  • Galerie Rabus, Bremen, 1987
  • International Art Center, Kyoto, Japan
  • evangelische Akademie, Hamburg, 1988
  • daad-Galerie, Berlin
  • Gemeentemuseum Den Haag
  • Magasin Grenoble, 1989
  • KX-Galerie auf Kampnagel, Hamburg
  • Kunstverein Springhornhof Neuenkirchen
  • Museum Schloss Salder, Salzgitter, 1994
  • Schloss Bleckede
  • Künstlerhaus Hamburg, 1995
  • KX-Galerie auf Kampnagel, Hamburg
  • Museum Schloss Wolfsburg
  • Museum Bochum
  • Schloss Agathenburg, Stade
  • Städtisches Museum, Schleswig, 1997
  • Museum des Landkreises Harburg
  • Künstlerhaus Hamburg-Bergedorf
  • Schloss Gifhorn, 1998
  • Museum Hitzacker
  • Kulturamt Lüneburg
  • roxi's pocket art galleries, Hamburg
  • CD-Repräsentation in der Audiothek des Museums der Gegenwart, Hamburger Kunsthalle, 1999
  • Museo de Arte Contemporaneo, Santiago de Chile
  • K3-Kunst auf Kampnagel, Hamburg
  • Kunstverein Uelzen
  • Galerie Stella A, Berlin, 2000
  • Digitaler Salon der VII. Biennale in Cuenca, Ecuador
  • Musik+Bild im Internetprojekt: "www.a-virtual-memorial.org", 2001
  • Galerie C15, zur triennale der photographie, Hamburg
  • "Violens", Tabor (Czech Republic), 2002
  • "Web Biennial", Museum Istanbul, Türkei, 2003
  • SoundLabChannel as part of Biennale of Electronic Art Perth/Australia, 2004
  • Spazio Gheroartè, Corsico (Mi) Italia
  • Istituto Italiano di Cultura, Lima, Peru, 2005
  • Atelier Livre - Prefeitura Municipal de Porto Alegre, Brasil
  • Al Kahf Art Gallery, Bethlehem, Palestina
  • Casoria Museum of Contemporary Arts, Neapel, Italien
  • Museo Arte Contemporaneo, Santa Fe, Argentina
  • MACRO - Museo Arte Contemporaneo Rosario, Argentina
  • Officyna Art Space Szczecin, Polen, 2006

Lehraufträge:

  • Hamburger Konservatorium
  • Hochschule der Künste, Bremen
  • Universitäten Philadelphia (USA)
  • sowie Münster, Gießen, Frankfurt und Lüneburg

Theaterarbeiten:

  • Teatro Camion Rom
  • tik-Theater München
  • Stadttheater Gießen
  • Tourneetheater Greve
  • Hamburger Schauspielhaus
  • Züricher Schauspielhaus und Neumarkttheater
  • Comödie Bochum

Festivals (eine Auswahl):

  • 7. documenta, Kassel, 1984
  • Neue Musik, Hamburg, 1982+84
  • free music, Philadelphia, 1984
  • Total Music Meeting, Berlin, 1985
  • Neue Musik, Lüneburg
  • Ferienkurse Darmstadt, 1986
  • Improvisierte Musik, Wiesbaden
  • Kurt Schwitters Festival, Hannover
  • Gertrude Stein Symposium, München, 1987
  • New Music, Los Angeles, 1988
  • arte sonante, Brüssel
  • violoncelle accrocheur, Montreal, 1989
  • Jazzherbst Konstanz, 1990
  • Transfer, Bremen
  • 1. Internationales Gaia-Festival, Gelsenkirchen
  • Junge Chormusik, Rotenburg/Wümme, 1992
  • Fliessende Grenzen, Hamburg, 1993
  • Neue Musik, Delmenhorst
  • Literaturtage NRW, Hagen
  • Nordische Filmtage, Lübeck, 1995
  • Ausser der Reihe, Düsseldorf, 1996
  • improvisation+composition, Br�ssel, 1998
  • arena-Theaterfestival Niedersachsen, 1999
  • Bau+Körper-Symposium, Hamburg
  • open work project, IMEB, Bourges, France
  • Hamburger Architektursommer, Deichtorhallen, Hamburg, 2000
  • Open Jazz-Festival, Hamburg, 2001
  • Offene Ohren, Hamburg, 2003

Konzerte und Performances (eine Übersicht):

  • Konzerte in Deutschland, Italien, Spanien, Tschechien, Österreich, Schweiz, Frankreich, Belgien, Holland, Norwegen, Schweden, USA, Kanada

Radio:

  • 1. Preisträger beim NDR-Hörfest-Wettbewerb für Experimentelle Musik, Hamburg, 1986
  • Sendungen beim NDR, WDR, MDR, BR, DLF, Radio Bremen, Südwestfunk Baden-Baden, ORF-Wien